Die Wissenschaft des Rasierens

Interview: Meisterparfümeurin Zerline Dubois spricht über Männer, Bärte und King C. Gillette

Hollywood zeigte uns im größten Teil des vergangenen Jahrhunderts fast nur harte, aber glatt rasierte Männer. Heutzutage ist etwa die Hälfte aller Männer mit Gesichtsbehaarung zu sehen. Insbesondere bei Männern im Alter von 25 bis 34 Jahren, also den Millennials, klettert die Anzahl der Bartträger sogar auf zwei von drei Männern. Es liegt auf der Hand, dass die Akzeptanz der Gesichtsbehaarung in weiten Teilen der Bevölkerung deutlich zugenommen hat – auch unter den Frauen.

Bärte sind definitiv in! Es gehört aber noch viel mehr dazu, als sich einfach nicht zu rasieren. Das findet jeder Mann spätestens dann heraus, wenn er mal länger als ein paar Wochen keinen Bart hatte.

Die Gillette Company möchte helfen. Gillette, bekannt für eine glatte Rasur, ehrt die Rückkehr des Mainstream-Bartes mit einer neuen Marke von Bartpflegeprodukten, die die nach dem Firmengründer King C. Gillette benannt ist. Dahinter steckt ein faszinierendes Konzept, welches das nostalgisch-maskuline Handwerk der Gesichtspflege verfeinert und das nahtlos von der Rasur mit dem Rasiermesser bis hin zur kompletten Bartpflege reicht. Die neue Marke soll aber nicht die Väter und Großväter allein ansprechen, sondern insbesondere den überwiegend jugendlichen, barttragenden Mann, für den die Idee der Männlichkeit ein bewegliches Ziel darstellt. Erscheinungsbild, Mode, Einstellungen und Sexualität – das sind die Dinge, die einst die Männlichkeit definierten. Was ist heute männlich? Bärte etwa? Und wie riecht Männlichkeit? Wie riechen Bärte?

Meisterparfümeurin Zerlina Dubois ist die Schöpferin des KCG-Duftes. Sie gibt uns Antworten auf diese und andere Fragen über Männer, Bärte und ihre Rolle bei der Belebung der Marke King C. Gillette.

Dubois gehört zu den wenigen Meisterparfümeuren der Welt. Sie ist Absolventin der renommierten Parfümschule Roure in Grass, Frankreich und hat mehr als 100 Parfüms auf dem Markt. Seit 33 Jahren arbeitet sie für Procter & Gamble und wurde kürzlich zur Vizepräsidentin ernannt. Sie ist außerdem Mitglied der hoch angesehenen Victor Mills Society des Unternehmens.

Zum Thema „Männer und Bärte“: Es waren immer „Männer und Anzüge“, „Männer und Muskeln“, „Männer und Technik“. Wann wurden „Männer und Gesichtsbehaarung“ spruchreif?

Männer tragen schon seit langer Zeit Bärte – lange, fließende Bärte. Berühmte und mächtige Männer, sogar Götter, wurden selten ohne Bart dargestellt. Historisch gesehen gibt es nur wenige Unternehmen, die die Pflege von Männern ernst nehmen.

Gillette ist eines davon. Die neue Marke King C. Gillette, benannt nach dem Firmengründer, knüpft sogar an die Anfänge der modernen Männerpflege an. Ob mit oder ohne Gesichtshaare, ob mit frisiertem Bartschnitt oder ohne – zur Zeit von King Camp Gillette war es üblich, dass sich Männer vom Barbier haben rasieren und frisieren lassen. Die Rasur des eigenen Gesichts war buchstäblich etwas, das man nicht zu Hause versuchen wollte. Ich glaube, es besteht gar kein Zweifel daran, dass der erste wirklich sichere Rasierer es ihnen erst ermöglichte, dass sie die Dinge selbst in die Hand nahmen – bequem vor ihrem Badezimmerspiegel.

Jetzt will Gillette also den Bart verwöhnen? Wie soll das funktionieren?

So wie es bislang auch funktioniert hat: durch Forschung, Tests, Verbesserungen und durch den Kontakt mit den Verbrauchern. Als Procter & Gamble das Unternehmen Gillette erwarb, war uns fast sofort klar, dass Rasier- und Bartpflegeprodukte enorm von unserem Know-how bei Haarspülungen, Hautreinigungsgels und Feuchtigkeitscremes, vor allem von Düften profitieren können.

Von Düften?

Ja, Düfte! Procter & Gamble ist eines von wenigen Unternehmen für Konsumgüter, die es verstehen, Düfte zu kreieren, die sich nahtlos in die verschiedenen Produkte einlagern, sich während des Gebrauchs gut entfalten und unter allen möglichen Bedingungen über einen langen Zeitraum hinweg wirksam bleiben.

Darüber hinaus verfügen wir – dank unseres House of Perfume – über die internen Fähigkeiten, dies mit recht subtilen Kompositionen zu tun. Wir forschen und testen ständig, um Verbrauchertrends zu verstehen und entsprechende Düfte zu identifizieren, welche Stimmung, Ausstrahlung und Selbstvertrauen unserer Kunden verbessern.

Düften

Gillette wiederum hat hinsichtlich Haarfollikel im Gesicht, Haarwuchs, Geometrie, Reibung und so weiter viel erforscht und wissenschaftlich gearbeitet. Weil das Unternehmen enorm viel Arbeit in das Design von Rasierern und Rasiergelen gesteckt hat, die ein immer angenehmeres und komfortableres Rasiergefühl bieten sollen, nutzen wir das Verständnis für die Bedürfnisse der Männer. Denn Bärte sind schließlich dazu da, um zu bleiben und sich gut anzufühlen!

Aber nicht nur das: Bärte sollen auch gut riechen! Der Bart des Mannes befindet sich nämlich genau unter seiner Nase. Und auch bei einem Kuss befindet sich der Bart direkt vor der Nase der Partnerin!

Gutes Argument! Wissen Jungs denn überhaupt, wonach sie riechen? Ich meine, abgesehen von den offensichtlichen Gerüchen aus der Umkleidekabine …

Allgemein gesagt: Männer scheinen sich weniger darum zu kümmern, wie sie riechen, als Frauen. Frauen haben vielleicht einen besseren Geruchssinn als Männer. Aber wir dürfen auch nicht außer Acht lassen, dass Männer in Bezug auf Düfte einfach weniger Möglichkeiten hatten. Dies hatte vor allem etwas mit den völlig veralteten Rollenbildern und Beziehungen zwischen Männern und Frauen zu tun. Wir wurden konditioniert, zu akzeptieren, dass Frauen irgendwie besser riechen müssen als Männer.

Selbstverständlich wollen Männer auch gut riechen. Für sich, für ihre Partnerinnen … und das wollen ihre Partnerinnen auch! Ich glaube, in der Vergangenheit waren die Erwartungen an den Geruch der Männer viel geringer.

Aber das ändert sich jetzt. So wie sich auch die Rollen der Männer und Frauen seit einiger Zeit verändern. Frauen sind inzwischen berufliche Wegbereiterinnen, die lange Arbeitszeiten im Büro einplanen. Männer drücken Emotionen aus, machen sich die Kindererziehung zu Eigen. Gleichgeschlechtliche Paare zeigen sich in der Öffentlichkeit.

Männer müssen nicht mehr nach Brut oder Aqua Velba riechen. Heutzutage gibt es immer mehr Unisex-Düfte. Aufgrund dieser erweiterten Möglichkeiten haben Männer ihre Vorstellung davon, wie sie aussehen, riechen und handeln sollten, angepasst. Sie haben ihrer Pflege- und Rasiergewohnheiten weiterentwickelt.

Augenscheinlich liegen die Unterschiede bei Körperpflegeprodukten von Männern im Vergleich zu denen von Frauen hauptsächlich bei der Verpackung und dem Duft. Wie also soll ein Mann riechen? Wie riecht ein Mann tatsächlich?

Das sind wichtige Fragen! Der Duft von Körperpflegeprodukten für Männer wurde erst in den 1960er Jahren erwähnenswert, als eine Werbung für Gillettes Aftershave Sun Up den Duft als „lebhaft und beschwingt“ beschrieb und behauptet wurde, dass auch Frauen ihn mögen würden. In den meisten Fällen war das Duftdesign für Körperpflegeprodukte, die an Männer vermarktet wurden, ein selbstbeschränkender Vorschlag. Solange männlich als rau, frisch, scharf oder ledrig definiert wurde, gab es keine Idee, warum ein Mann wie etwas anderes riechen wollen würde? Dazu hat auch die Tatsache beigetragen, dass es den charakteristischen männlichen Duft, das klassische Fougerè aus Bergamotte, Geranie/Lavendel und Eichenmoos, schon seit Ende des 19. Jahrhundert gibt!

Ein Teil der Antwort ist also, dass sich der Geruch von „Männlichkeit“ mit der Einstellung von und über Männer verändert. Das Fougerè wird immer noch als Basis für die meisten männlichen Düfte verwendet, aber der einfache und holzige Duft hat sich weiterentwickelt und umfasst auch süßere, zitrusartige Noten, sogar cremige Vanille und frischen Lavendel. Es ist schon erstaunlich, zwischen wie vielen Gerüchen die Männer sich heutzutage entscheiden können.

Das ist auch abhängig vom Alter. Die Generationen Y und Z sind diejenigen, welche die Geschlechterregeln neu definieren. Die sozialen Medien bringen viel Stress mit sich, sie bieten aber auch eine enorme Unterstützung für Menschen, ihre eigene Individualität anzunehmen.

Männer machen Aussagen darüber, wie sie ihre Bärte oder Gesichtsbehaarung pflegen. Das bedeutet, dass sie viel bewusster sind und zum Beispiel mehr Feuchtigkeitscremes benötigen als früher.

Typischerweise sieht man, dass die Trends bei den Düften in einer bestimmten Reihenfolge auftauchen: feiner Duft, dann Hautpflege, dann Körper- und Haarpflege und schließlich Antitranspirantien und Deodorants.

Im männlichen Duftsegment gibt es noch viel Potenzial. Wir stehen vor einer riesigen Chance, es für Männer und ihre Bärte richtig zu machen! Mit dem KCG-Duft haben wir nicht darauf gewartet, dass irgendwelche Trends irgendwann aus der Kategorie der Luxusparfüms herunterrieseln. Wir haben bewusst etwas entworfen, was bereits bei der Einführung der Produktreihe als feiner Duft betrachtet werden kann.

Wie funktioniert das?

Aus Erfahrung und aus den Erkenntnissen unserer Forschung wissen wir, dass der Bart eines Mannes verschiedene Arten von Gerüchen haben kann. Die Düfte, die man in den heutigen Bartpflegeprodukten findet, sind leicht maskuline Versionen von Vanille, Blumen, Paprika und Zitrusfrüchten. Einfach Düfte, die für die neueren Generationen geeignet sind.

Denkt daran, dass der Geruch eines Bartes letztlich davon abhängt, wie der Duft konstruiert und in das Produkt integriert ist. Wir unterscheiden bei der Zusammenstellung zwischen Kopf-, Mittel- und Basisnoten.

Die Kopfnoten sind flüchtig, was bedeutet, dass sie das Erste sind, was auffällt, bevor das Produkt verwendet wird. Dieser erste Eindruck ist dazu da, eine Stimmung des Vertrauens und der Vorfreude für den Benutzer zu erzeugen.

Das Herz eines Duftes entsteht, wenn das Produkt verwendet wird und mit dem Körper interagiert. Dies verstärkt die Entscheidung für das Produkt, indem es Dich wissen lässt, dass es gut funktioniert.

Die Basisnoten verweilen, damit andere Dich riechen und „identifizieren“ können.

Und das Barthaar? Braucht das etwa zusätzliche Hilfe, um gut zu riechen?

[Lacht] Nun, sagen wir es mal so: Aufgrund der Menge der Haare und der Nähe zum Mund gibt es im Laufe eines Tages viele Gelegenheiten, dass der Bart eines Mannes zusätzliche Gerüche annimmt.

Ein Bart sieht ohne ein wenig Arbeit einfach auch nicht gut aus, fühlt sich nicht gut an und riecht auch nicht gut. Zunächst einmal ist das Barthaar doppelt so dick wie das Kopfhaar.

Dichte und Wachstumsmuster können stark variieren. Es kann lockig oder gerade sprießen. Außerdem haben Männer viele verschiedene Möglichkeiten, Bärte zu tragen. Der kräftige Bart des Brauers, der Zehn-Uhr-Schatten, kurz und süß, Kinn und Wangen, ein großer alter „Stachel“, wie man ihn nennt … Die Herausforderungen beim Trimmen und Pflegen könnten unterschiedlicher nicht sein. Und wir dürfen auch nicht vergessen, dass mit einem Bart die Rasur noch komplizierter geworden ist. Es gibt vielleicht weniger Rasen zu mähen, aber man muss wissen, an welchen Stellen man aufhören muss.

Ein Vorteil der Gesichtsrasur, der von Männern oft übersehen wird, ist die Tatsache, dass es sich dabei um eine Tiefenreinigung handelt. Die Rasur mit einem Rasiermesser bzw. einer Rasierklinge bietet ein hervorragendes Peeling.

Unter einem Bart sammeln sich nämlich all die abgestorbenen Hautzellen, Schweiß und Talg an, die normalerweise beim Rasieren abgeschabt werden. Die Haut trocknet aus, die Poren werden verstopft. Man bekommt einfach nicht mehr das frische, saubere Gefühl und
den Geruch, den eine schöne Rasur mit sich bringt. Männer profitieren also von Bartpflegeprodukten, die für ihre ganz speziellen Aufgaben entwickelt wurden.

Rasiergele zum Beispiel müssen die Feuchtigkeit in den Barthaaren zurückhalten, damit diese „kratziger“ und einfacher zu schneiden sind, sodass die Rasierklingen leicht und mit so wenig Reizung wie möglich über die Haut gleiten können.

Bei der Bart- und Gesichtswäsche geht es um einen schnellen Vollschaum und um ein leichtes Ausspülen. Milde Reinigungsmittel in Kombination mit Haarspülungen und Ölen sorgen dafür, dass sich das Barthaar weich und geschmeidig anfühlt. Ein Tupfer Menthol
sorgt dafür, dass sich die Haut darunter kühl und erfrischt anfühlt.

Balsame und Öle sind für die Pflege und das Finish vorgesehen. Im Wesentlichen sorgen sie dafür, dass sich der Bart leicht, glatt, weich und gesund anfühlt.

Sie sind eine der sehr wenigen Meisterparfümeure auf der ganzen Welt. Nach dem, was Sie wissen, wo passt der Duft in all dies hinein?

Parfüm beflügelt im Grunde genommen das Geschäft. Der Geruchssinn ist wohl der stärkste der menschlichen Sinne. Er ist sicherlich am engsten mit dem Auslösen von Erinnerungen, Emotionen und der Beeinflussung des Geisteszustandes verbunden. Die durchschnittliche Nase ist in der Lage, etwa 10.000 verschiedene Gerüche zu erkennen. Wir möchten auf andere Menschen anziehend wirken und denken oft, dass dies nur über das Aussehen funktioniert. Aber der Geruch ist in Wirklichkeit das, was uns dorthin bringt – nicht nur für andere Menschen, sondern auch für unseren eigenen Geist, für unser Wohlbefinden. Gut zu riechen schafft Vertrauen, wir selbst sein zu können und
uns der Welt zu öffnen. Der richtige Duft in einem Pflegeprodukt macht den Unterschied – insbesondere dann, wie ich eingangs sagte, wenn er direkt unter die Nase geht.

Bei Parfüm geht es nicht nur um den Duft, sondern auch darum, wie nachhaltig die aus der Natur gewonnen Stoffe in den Produkten kontrolliert freigesetzt werden können. Procter & Gamble hat jahrzehntelange Erfahrung in der Herstellung von Düften wie KCG, die bei allen Typen von Männern gut wirken. Wir sind diejenigen, die dafür sorgen, dass Männer mit einem Duft ausgestattet werden, der ihnen auf die richtige Art und Weise dient.

Parfüm ist für Männer also genauso wichtig wie für Frauen?

Ja, auf jeden Fall!

Was ist wichtiger: Der Duft eines Pflegeproduktes oder die Wirkung?

Es ist alles wichtig! Ein Produkt muss wirken, wenn sein Hersteller erwartet, dass es mehr als nur einmal gekauft wird. Gillette ist bekannt für ausgiebige Tests und Innovationen, wenn es darum geht, ein besseres Rasiererlebnis zu bieten. Wir wissen im Allgemeinen, dass Männer gern wissen, wie Dinge funktionieren. Sie wollen dieses Wissen dann nutzen, um eine Kaufentscheidung auf rationale Bedingungen zu gründen. Wir alle wissen, dass dies eine bloße Pauschalisierung ist. Aber wir wissen auch, wie Düfte funktionieren. Männer wollen vielleicht immer noch sicher sein, dass sie eine rationale Entscheidung treffen. Aber der richtige Duft wird sie leiten. So sicher wie alles, was sie über
das Produkt hören und sehen.

So langsam fügt sich das Bild. Bärte sind dazu da, um zu bleiben. Gillette hat den Menschen die Tür geöffnet, sich in viel größerem Maße als in der Vergangenheit der Körperpflege zu widmen. Jetzt kommt eine neue Marke von Bartpflegeprodukten auf den Markt – ein komplette Bartpflege-Linie aus einer Hand, die nach dem Gründer des Unternehmens benannt ist. Sollten wir uns darüber nicht auch noch einmal unterhalten?

King Camp Gillette

Ja, ich denke schon [lacht]. Die Marke King C. Gillette ist Gillette at its finest und drückt die Geschichte der Innovation des Unternehmens bei Rasierern und Bärten sowie seine Anfänge im Jahr 1901 in Boston aus. Bei dieser Marke geht es darum, in jene Ära zurückzukehren, in der die Rasur mit handgefertigten Artikeln und gut ausgefeilter Technik vollendet wurde. Wenn man es richtig macht, hat die Rasur etwas Luxuriöses, das sich auf die Pflege und den Wellness-Moment der heutigen Bartpflege überträgt. Die Marke erinnert nicht nur an dieses Erbe, sondern legt den gleichen Schwerpunkt auf das Design und die Formulierung ihrer Produkte. Es ergibt ja durchaus Sinn, dass das Unternehmen, das für fast alles, was es über die Rasur zu wissen gibt, sich auch verantwortlich zeigt für das perfekte Wachstum von Bärten und für alles, was damit verbunden ist. King C. Gillette bietet Männern ihr eigenes Instrumentarium an Rasier-, Trimm- und Bartpflegeprodukten.

Jedes hat seinen eigenen Zweck, seine eigene Wirkung. Und das kommt als Set! Wie wirkt das auf die Männer? Das Parfüm mit dem Markenzeichen von King C. Gillette ziert die gesamte Verpackung.

Abgesehen von den Erbelementen und der Botschaft würde ich sagen, dass die Marke King C. Gillette der Höhepunkt der modernen maskulinen Anziehungskraft ist – gerade weil sie den Details der Bartpflege so viel Aufmerksamkeit schenkt und die Bedeutung eines Dufts
hervorhebt, der subtil, sexy, breit gefächert und so besitzergreifend ist.

Lassen Sie uns speziell über den von Ihnen kreierten Duft sprechen.

Ich habe bereits die Magie des Designs mit Kopf-, Mittel- und Basisnoten erwähnt. Der Duft wurde sorgfältig ausbalanciert, um für jede Art von Bartpflegeprodukt am wirksamsten zu sein. Waschgel und Spülung werden ausgewaschen, sodass der Duft mit Wasser aktiviert werden muss. Balsame und Öle sind so konzipiert, dass sie einwirken, daher muss der Duft anhalten, ohne zu überwältigen. Es gibt auch eine Reihe erwünschter taktiler Erlebnisse, die mit der Rasur und der Bartvorbereitung einhergehen – Auffrischung, Kühlung, Erweichung, Leichtigkeit. Der charakteristische Duft soll alle diese Überlegungen ergänzen.

Und wonach duftet es?

Ich versuche mal, es zu beschreiben: Nehmen wir Rosa Pfeffer, frisch gemahlene Minze und italienische Bergamotte in einer Hand. Ingwer, Kardamom, Nelke und Zimt in der anderen Hand. Reiben Sie diese schnell aneinander und schnuppern Sie daran.

Das ist der Anfang: ein frischer und doch komplexer erster Eindruck, voller Versprechen und Energie.

Die Mittelnoten von KCG sind kühn, ein ähnlich kontrastreiches Zusammenspiel von Geranie und französischem Lavendel mit Bourbon-Vanille-Öl, Salbei und Jasmin. Hier bietet Labdanum-Öl eine Nuance von weichem Leder und Maiglöckchen versprühen einen Hauch von Eleganz. Lederartige Noten bleiben erhalten und vermischen sich mit dem leichten Moschus vom Asian Patschuli Öl, eine ausgezeichnete Ergänzung zu der cremigen Vanille, den Mandeln und dem sonnengewärmten Heu der äquatorialen Tonkabohne.

Der resultierende Duft ist sicherlich männlich, aber mit genügend Überraschungen, um das Gefühl zu verleihen, offen für alles zu sein, was Sie erwartet.

Mit King C. Gillette hielten wir es für wichtig, einen Duft zu entwerfen, der an das Erbe des feinen Bartträgers erinnert. Es ist so eine Art geschlechtsspezifisches Gedächtnis, das einen Sinn für Rituale und Handwerk in die moderne Bartpflege zurückbringt. Aber wir haben es
auf eine Art und Weise gemacht, die jeder moderne Mann besitzen kann, wenn er abends aus dem Haus geht.

Wir wissen, dass Sie Parfümtrends, die weit in der Zukunft liegen, bereits jetzt schon riechen können. Gibt es etwas, worüber Sie uns etwas erzählen können? Etwas, wonach man suchen und sich dafür begeistern kann?

Die Welt bewegt sich schneller denn je. In der Welt der Düfte können wir zwar breite Trends ausmachen, aber das Tempo, diese zu integrieren, beschleunigt sich, und die Reihenfolge der Integration – welche Kategorie von Konsumgütern einen bestimmten Trend anführen könnte – verschiebt sich.

Heutzutage gibt es Gerüche, bei denen man einfach sagen kann „Oh mein Gott! Ich liebe das!“ – das kann immer und von überall her kommen. Im Moment entdecken wir Gerüche, die aus Trends in der Lebensmittel-, Getränke- und Cocktail-Mixologie kommen.

Wenn wir über Düfte, Produkte und Menschen nachdenken, müssen wir offen sein für jede Erfahrung.

Auf eines können wir uns aber verlassen: Unisex wird es in der Parfümerie immer geben! Es wird immer Berührungen von Männlichkeit und Weiblichkeit im Parfüm geben, aber die Berührungen werden kleiner. Es gibt kaum noch Gerüche oder Inhaltsstoffe, die für eines der beiden Geschlechter tabu sind.

Die Fluidität der Geschlechter und der Rollenwechsel zu Hause und am Arbeitsplatz treiben den Boom der männlichen Körperpflege voran. Dieser allgemeine Trend wird sich ebenfalls beschleunigen. Bei Männern wächst die gesamte Kategorie der Premium-Körperpflegeprodukte rasch an. Hochwertige Rasier- und Bartpflegeprodukte sind da erst der Anfang.

Traditionell weibliche Hautpflegeprodukte wie Make-up, Masken und Feuchtigkeitscremes werden für Männer neu aufgelegt und mit neuen Marken versehen. Veränderungen der Gewohnheiten, Verhaltensweisen und Beziehungen unter Männern führen zu einer weiteren Spezialisierung der männlichen Körperpflege in Form von TattooFeuchtigkeitscremes, Körperpeelings und Genitalwaschungen und -sprays.

Wir sind Zeugen eines raschen Fortschritts bei sozialen Begegnungen, der persönlichen Identität und dem Selbstbild. Das bedeutet, dass sich der kreative Raum für das, was in der Welt der Düfte möglich ist, nur erweitern wird! Ich persönlich finde das sehr aufregend.



King C Gillette

King C Gillette

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